I2P

I2P ist ein Anonymisierungsdienst. Das Ziel des Dienstes ist die Schaffung eines anonymen Netzwerkes.

Installation

Zuerst muss sichergestellt werden, dass auf dem Rechner ein JRE installiert ist. I2P empfiehlt, das von Sun in der Version 1.6, wobei auch die Version 1.5 funktioniert. Andere Quellen verweisen darauf, dass I2P mit dem freien OpenJDK läuft. Die Software befindet sich auf der Downloadseite von I2P. Linux-Nutzer sollten sich nicht an der Endung .exe stören. Die Datei ist eine JAR-Datei.

Mit grafischer Oberfläche

Auf der Downloadseite sollte die „normale“ Variante (erster Eintrag) gewählt und heruntergeladen werden. Unter Microsoft Windows kann die Installationsroutine mit Doppelklick gestartet werden. Unter GNU/Linux kann man in der Kommandozeile mit dem Befehl

java -jar NAME_DER_DATEI

die Installation starten. Zuerst muss die Sprache für die Installation gewählt werden:

Danach erscheint ein Begrüßungsbildschirm.

Ein Klick auf „Weiter“ zeigt dann Informationen zu den Lizenzen im Softwarepaket

und im nächsten Schritt erfolgt die Auswahl des Installationspfades

Schließlich ist die Installation beendet und die Software wird automatisch gestartet.

Headless

Die „kopflose“ (keine grafische Oberfläche) Installation sieht wie folgt aus:

jens@linux:~$ java -jar i2pinstall-0.7.7.exe  -console
Welcome to the installation of i2p 0.7.7!
 - I2P <http://forum.i2p2.de/>
The homepage is at: http://www.i2p2.de/
press 1 to continue, 2 to quit, 3 to redisplay
1
Select target path [/home/jens] 
/my/path
press 1 to continue, 2 to quit, 3 to redisplay
1
[ Starting to unpack ]
[ Processing package: Base (1/1) ]
[ Unpacking finished ]
[ Console installation done ]

Start von I2P

Nach der erfolgreichen Installation kann I2P nun gestartet werden. Unter Mircosoft Windows legt die Installationsroutine mehrere Icons auf dem Desktop ab. Die Software kann mittels Doppelklick auf „Start I2P (no window)“ oder „Start I2P (restartable)“ gestartet werden. Es öffnet sich ein DOS-Fenster, in dem einige Informationen zu sehen sind und schließlich wird der Standardbrowser geöffnet. Dort sieht man den Startbildschirm von I2P. Er kann auch über die URL http://localhost:7657/ aufgerufen werden.

Unter Linux befindet sich im I2P-Verzeichnis eine Datei mit dem Namen i2prouter. Das ist ein Shellskript und der folgende Befehl startet die Software:

/PFAD/ZU/I2P/i2prouter start

Mit dieser Variante öffnet sich kein Browser.

I2P Router Console

Wie oben beschrieben, wird die I2P Router Console entweder automatisch geöffnet oder kann über die URL http://localhost:7657/ aufgerufen werden. Mit Hilfe der Anwendung lässt sich I2P konfigurieren und Informationen zur Software abrufen. Das Layout der Seite wird immer angepasst. Daher kann es sein, dass sich die untenstehenden Angaben nicht zu 100% stimmen.

Die Indexseite zeigt zunächst einige allgemeine Informationen. In der Regel findet man dort Datum und Version der letzten Softwareversion. Der darunterliegende Abschnitt „Willkommen zu I2P!“ nennt einige wichtige Eepsites und erklärt kurz Einstellmöglichkeiten der Software (Surfen im Netz, Chatten etc.). Schließlich gibt es einen Abschnitt zu Eepsites und zur Behebung von Fehlern.

Auf der linken Seite der Router Console befindet sich das Menü. Darüber lassen sich weitere Unterseiten aufrufen. Unten ist das Menü in zwei Teilen aufgeführt:

Oberer Teil des Menüs Unterer Teil des Menüs

Hinweise zu den Menüeinträgen

  • I2P SERVICES, I2P INTERNALS und BANDWIDTH IN/OUT: sind Verweise zur Konfiguration von I2P.
  • Addressbook: verweist auf den Dienst SusiDNS. Hiermit werden Informationen über die Zuordnung von .i2p-Adresse zu dem jeweiligen Router gepflegt (Adressbuch). Unter Umständen sollten mehrere Quellen genutzt werden.
  • Torrents: öffnet I2PSnark, eines der BitTorrent-Programme.
  • Webmail: startet susimail, die Weboberfläche zu E-Mail
  • Webserver: lokale Schnittstelle zur Eepsite. Damit wird die Seite angezeigt. Ohne Einstellungen finden sich dort Informationen, wie eine Eepsite einzurichten ist.
  • Tunnels und TUNNELS IN/OUT (weiter unten): Übersicht zu den Tunnels
  • Peers, PEERS (weiter unten) und Profiles: wie der Name schon sagt, erhält man hier Informationen zu den Netzwerk-Peers
  • NetDB: Inhalte der Netzwerk-Datenbank (spezielle Informationen zu den Peers)
  • Logs und CONGESTION (weiter unten): Ausgaben der Programme (Logging)
  • Jobs: anstehende und ausgeführte Aufgaben der Software
  • Graphs: Diagramme zum Zustand der Software
  • Stats: Statistiken
  • GENERAL: Allgemeine Hilfe und Informationen
  • Local Identity: Genaue Angaben zum eigenen I2P-Router
  • LOCAL DESTINATIONS: Seite zu Diensten, die lokal aktiviert sind, so genannte I2PTunnel

Konfiguration

Die Konfiguration von I2P kann entweder über die Webseite zur Konfiguration oder über Änderungen in Dateien durchgeführt werden. In dem Verzeichnis, in dem die Software installiert ist, befinden sich diverse Dateien mit der Endung .config. Diese können mit einem Texteditor bearbeitet werden. Mit Version 0.7.7 sind folgende Dateien zu finden:

  • router.config
  • webapps.config
  • systray.config
  • wrapper.config
  • i2ptunnel.config
  • clients.config

Die Benutzung der Konfiguration über den Browser ist für den Anfang immer anzuraten und teilt sich in die folgende Untermenüs:

  • Network – Einstellungen zum Netzwerk
  • Service – Einstellungen zu Start und Stop der Software
  • Update| – Programmaktualisierungen
  • Tunnels – Tunneleinstellungen
  • Clients – Welche Client- und Java-Anwendungen sollen gestartet erden?
  • Peers – Einstellungen zu Peers (Sperren etc.)
  • Keyring – Schlüsselring und Informationen
  • Logging – Name und Format von Logdateien
  • Stats – Was soll statistisch erfasst werden?
  • Advanced – Spezialeinstellungen für Fortgeschrittene

I2P-Anwendersoftware

I2PSnark

Offene Fragen

  • Geschichte des Projektes
  • Wie genau wird Crypto benutzt, welche Libs werden dazu eingesetzt?
  • Wo kann man Einstellungen (außer Webfrontend) vornehmen?
  • Wie bindet man I2P (und Java?) in ein chroot ein? siehe chroot

Nützliche Links

 
i2p.txt · Zuletzt geändert: 2011/01/09 09:45 von Jens Kubieziel
 
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